PKV – welche Grenzen gelten für einen Wechsel?

Sie überlegen, in eine private Krankenversicherung zu wechseln? Diese Überlegung ist prinzipiell als positiv zu bezeichnen, Sie sollten jedoch die Grenzen kennen, die hierfür nötig sind. Diese betreffen nicht nur Ihren eigenen Verdienst. Einen Überblick über weitere Grenzen und Regeln möchten wir Ihnen hier bieten:

 

Finanzielle Grenzen für eine PKV

Als Arbeitnehmer können Sie in die private Krankenversicherung wechseln, wenn Sie eine bestimmte Einkommensgrenze erreicht haben. Diese wird jedes Jahr neu festgelegt und beträgt zum Beispiel für 2016  4.687,50 Euro brutto pro Monat. Wer mehr verdient, darf in die PKV wechseln. Diese Grenze wird als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet, kurz JAEG. Dieser Verdienst muss ein Jahr lang erzielt worden sein, damit Sie über einen Wechsel nachdenken können.

Welche Berufsgruppe darf in die private Krankenversicherung wechseln?

Quelle: https://www.private-krankenversicherungen-testsieger.de/berufsgruppen/

Abgesehen von den Arbeitnehmern, die die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten müssen, dürfen weitere Berufsgruppen in eine PKV wechseln:

  • Selbstständige
  • Studenten
  • Freiberufler
  • Beamte

Das positive einer privaten Krankenversicherung stellt die Tatsache dar, dass die Beiträge nicht einkommensabhängig sind. Sie richten sich lediglich nach dem Alter und dem gesundheitlichen Zustand. Risikopatienten zahlen daher einen höheren Beitrag, ebenso Personen mit einem unfallgefährdetem Hobby. Daraus wird aber ersichtlich, warum Studenten geringe Beiträge zahlen: Sie sind noch jung und besitzen kaum chronische Vorerkrankungen. Eine Grenze für Studenten gibt es nicht. Sie können sich immer privat versichern, spätestens dann, wenn sie mit 25 Jahren aus der Familienversicherung fallen. Oder wenn sie ein eigenes Einkommen erzielen.

Interessant ist die Tatsache, dass es für Selbstständige, Studenten, Freiberufler und Beamte keine Einkommensgrenze gibt. Diese Berufsgruppen dürfen sich jederzeit für eine private Krankenversicherung entscheiden.

Eine Sonderform unter den Freiberuflern stellen die Künstler dar, die pflichtversichert sind und auf Antrag bei der Künstlersozialkasse versichert werden. Diese fungiert wie ein Arbeitgeber und übernimmt die Hälfte der Versicherungsbeiträge, die vom zu erwartenden Einkommen berechnet werden.

 

Sonderform Rentner

Rentner verdienen in der Regel kein Geld, daher gibt es für sie besondere Beiträge. Diese werden bei einer bestehenden privaten Krankenversicherung auf das Maximum der gesetzlichen Krankenversicherung abgesenkt.

Wer den Wechsel in eine private Krankenversicherung in Erwägung zieht, sollte alle Möglichkeiten mit Hilfe eines PKV Rechners (PkVRechneranonym)  abtasten. Damit erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Leistungen und Preise.